Sieben kleine Spieltäglein

Acht kleine Spieltäglein

Zum Abstieg war`n verblieben

Der Felix legt die Hände auf

Da waren`s nur noch sieben.

Das gibt es doch nicht. Da kommt ein neuer Trainer, der krankheitshalber noch nicht mal bei der Mannschaft ist, sondern auf der hoteleigenen Couch sitzt, grünen Tee schlürft und wahrscheinlich nicht so rumtobt wie Steffen Baumgart, und plötzlich spielt die Mannschaft so, dass auch der Investor Lars Windhorst seine helle Freude daran haben könnte, wenn er denn dieses Spiel mit den 22 Männern in kurzen Hosen, die einem Ball hinterher jagen, verstehen würde. Auf jeden Fall stieg der Wert seines Investments von zuletzt 10 Millionen Euro (beim geringfügig höheren Einstandskurs von 375 Millionen) auf gut und gern 15 Millionen nach dem überragenden Sieg gegen Hoffenheim. Im Laufe von 90 Minuten satte fünf Millionen verdient, da lacht das Herz eines jeden Zockers, denn nichts anderes ist ja Herr Windhorst. Dass er kein seriöser Geschäftsmann ist, wussten wir schon vor seinem Reingrätschen in die Vorstandsarbeit, zu der ihm aber auch jegliche Kompetenz fehlt, bei aller Kritik, die man eventuell an dem einen oder anderen Vorstandsmitglied haben könnte. Nur kann Herr Windhorst das nicht beurteilen, sondern nur die Mitglieder von Hertha BSC und selbst von diesen nur ein Teil.

Zum Sportlichen: Hertha spielte so, wie man als Abstiegskandidat zu spielen hat: Bedingungslos kämpfen, alles andere kommt dann von selbst. Sinnbildlich für das Engagement der gesamten Mannschaft steht ein Lucas Tousard, der endlich so spielt, wie man es sich von einem 20-Millionen-Mann wünscht. Sein erstes Tor für Hertha war folgerichtig, auch wenn es ihm aus unerfindlichen Gründen von Offiziellen gestohlen und als Eigentor gewertet wurde. Vielleicht wird das ja noch was mit ihm, der bisher immer nur durchschnittlicher Mitläufer war. Gegen Hoffenheim war er der Anführer einer intakten Mannschaft.

Nicht, dass die Abstiegsgefahr gebannt sei, aber man kann als Blauweißer jetzt wieder Hoffnung haben, dass alles gut wird. Selbst wenn in Leverkusen nichts Zählbares mitgebracht wird. Aber möglich erscheint selbst das nach der Leistung gegen Hoffenheim. Oder ist das alles nur ein Strohfeuer? Man darf gespannt sein. Und wenn nach Magaths Genesung der schottische Assistent weiter das Training leitet und die Spieler so erfolgreich pusht, darf es statt eines grünen Tees auch gerne mal ein Scotch sein…

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