Wo steht Hertha?

Zum 64. Mal begeht der Blogschreibende nach jenem August 1963, als es ein 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg gab, die mehr oder weniger feierliche Eröffnung einer neuen Saison. 40 Mal durfte in der 1. Liga angestoßen werden, heute zum 19. Mal in der 2. Liga, dreimal begann die Saison in der Regionalliga Berlin (damals 2. Liga) und zweimal in der Amateuroberliga Berlin, also drittklassig.

Seit dem Abstieg 2023 hat Hertha jedes mal, aus unterschiedlichen Gründen, den Saisonstart verpatzt. Da wäre es ein Wunder, wenn Hertha ausgerechnet heute Abend, nach dem Verkauf des halben Kaders mit einer verstärkten U19-Mannschaft und noch dazu in Bochum, mehr als einen Blumentopf gewinnen könnte. Während die Gesamtbilanz gegen Bochum mit 20 Siegen, 15 Unentschieden und 21 Niederlagen bei 92 : 94 Toren nahezu ausgeglichen gestaltet ist, siegte Bochum im heimischen Ruhrstadion in 18 von 28 Spielen bei 4 Unentschieden und nur 6 Herthasiegen. 37 : 63 Tore ergeben ein Durchschnittsergebnis von ca. 1:2 aus Herthasicht. Ob es ein bisserl mehr sein darf (siehe letztes Saisonspiel in Bielefeld mit 1:6) oder ob Hertha sensationell einen oder drei Punkte ergattern kann, wird man sehen. Jegliche Voraussage verbietet sich angesichts der Tatsache, dass Hertha schon immer eine Wundertüte war und in dieser Saison noch weniger als früher klar ist, wo die Mannschaft steht. Ausgeschlossen ist im Fußball ja gar nichts. Und bis 22.20 Uhr kann man immerhin noch hoffen. Zumindest einen Hinweis, wohin die Reise gehen wird, könnte es also geben. Im vorigen Jahr tippten die Experten auf einen Aufstieg und lagen krachend daneben. Diesmal rechnen viele mit dem Abstiegskampf und einem einstelligen Tabellenplatz als höchstem der Gefühle. Ich halte es nicht für unmöglich, dass sich wieder alle irren und eine neue Mentalität im Herthakader ein Mitspielen im oberen Tabellendrittel ermöglicht.

Schaun mer mal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert