Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

Seit Pal Dardai wieder Trainer der verunsicherten Hertha-Mannschaft geworden ist, haben die Spieler fast immer guten bis ordentlichen Fußball gespielt, was sicher auf die Lockerheit von Pal und Zecke, gepaart mit der Vermittlung von Vertrauen zurückzuführen ist, was insgesamt zu mehr Selbstvertrauen führt. Viel mehr Punkte als vorher hat es noch nicht gebracht, aber die Ernte soll ja auch erst im Mai in Form des Nichtabstiegs in die Scheune gebracht werden.

Unter dem sympathischen Hessen Labbadia holte Hertha 17 Punkte in 18 Spielen was als Quotient 0,944 auf dem Taschenrechner anzeigt. Der sympathische Ungar Dardai führte das Team in sechs Spielen zu 4 Punkten, was leider nur 0,666 Punkte pro Spiel ergibt und die Bilanz eines Absteigers ist. Wenn es nicht Pal Dardai wäre, und vier Spiele gegen die ersten Vier der Tabelle dabei gewesen wären, und in jedem der vier „Champions-League-Spiele“ Hertha durchaus Punkte hätte mitnehmen können, würde mit Sicherheit in der Presse und bei den typischen „Fans“ schon wieder unter vorgehaltener Hand ein neuer Trainer im Gespräch sein, ob er nun Magath, der ewige Rangnick, Neururer oder gar Falko Götz hieße.

Das ist zum Glück nicht der Fall, Pal steht ungefährdet da. Schön wäre es aber schon, wenn sich sein Schnitt in Richtung der 1,0 bewegen würde, was nur 34 Punkte am Saisonende bedeuten würde, und keineswegs einen Abstiegsplatz oder den ungeliebten Relegationsrang 16 ausschließen würde. Ein Sieg gegen Dortmund und/oder gegen Leverkusen würde die Situation fühlbar entspannen, allein, es fehlt der Glaube. Einigen wir uns in Güte auf zwei Unentschieden, was den Pal-Schnitt auf immerhin 0,75 Punkte/Spiel verbessern, das Selbstvertrauen für die letzten acht Begegnungen aber um 100% stärken würde. Viel Konjunktiv…

Wenn man sieht, wie sich einzelne Spieler verbessert haben, darf man, wenn der Abstieg vermieden wird, optimistisch in die Zukunft blicken: Tousart wird immer stärker, selbst Zeefuik weist schon manchmal Bundesliga-Qualität nach, Piatek wird langsam aber sicher ein gefährlicher Strafraumspieler und mit Marton Dardai ist urplötzlich ein souveräner Abwehrspieler aus dem Hut gezaubert worden. Wenn dann noch Kapitän Boyata, Torunarigha, Plattenhardt, Cunha und Khedira aus ihren Verletzungspausen zurückkehren und mit Fredi Bobic ein erfolgreicher Ex-Herthaner als Sportlicher Leiter verpflichtet werden könnte, könnte die Mannschaft selbst ohne Transfers (wichtig: Kontinuität!!!) eine Rolle im oberen Tabellendrittel spielen.

Aber erst mal müssen die Spieler ihre Hausaufgaben machen und nicht virtuell, sondern höchst analog, auf dem Rasen Punkte holen. Am besten schon in Dortmund…

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