Aufgabe nicht lösbar

Es gibt ja manchmal in Mathe-Abiturprüfungen Aufgaben, bei denen die gesamte Expertenschar geschludert und nicht erkannt hat, dass die Aufgabenstellung falsch und insofern eine Lösung der Aufgabe unmöglich war.

Beim Spiel Freiburg gegen Hertha hat zwar niemand geschludert, außer vielleicht der eine oder andere Spieler, der die Coronabeschränkungen nicht allzu penibel eingehalten hat, wie dazumal unser Freund Salomon Kalou. Aber das ist nicht sicher, das Virus macht ja was es will. Unmöglich ist ein Punkt in Freiburg zwar nicht (von drei Punkten will man nicht reden, um nicht als größenwahnsinnig bezeichnet zu werden), aber Tatsache ist, dass Hertha heute keinen Bundesligatorwart zur Verfügung hat, da Schwolow infiziert ist, Jarstein wohl nicht mehr Leistungssport betreiben wird (wobei man, wenn man zynisch wäre, behaupten könnte, dass das ja die gesunde Mannschaft auch nicht kann) und die anderen Keeper im Kader Oliver Christensen und Nils Körber sich nach Corona oder Verletzungen im Aufbautraining befinden. Wenn Körber nicht spielen kann, stehen noch die U23-Keeper Leon Cuk, Nikolai Kemlein, Marcel Lotka und Florian Palmowski zur Verfügung. Quantität ist also eine ganze Menge da, ob genügend Qualität dabei ist, um einen Petersen in Schach zu halten wird man sehen. Vielleicht kommt ja einer der Nachwuchsleute groß raus, wie der 20-jährige Volkmar Groß anno 1968, als er im ersten Aufstiegsspiel bei Rot-Weiß-Essen deren Stürmer zur Verzweiflung brachte und mit einem 2:2 den Grundstein zum folgenden Aufstieg, zum Klassenerhalt 1969, zu zwei dritten Plätzen 1970 und 1971 legte, dann aber leider mit dem Skandalspiel gegen Bielefeld die geplante Meisterschaft 1972 vergeigte…

Irgendjemand wird sicher im Tor stehen und da Stuttgart wieder verloren hat und Fürth noch weit hinten liegt, wird Hertha auch zehn Spieltage vor Schluss nicht auf einem direkten Abstiegsplatz liegen. Aber irgendwann wird auch Stuttgart wieder punkten, weshalb auch Hertha noch ein paar Mal zählbares nach Hause bringen muss. Gegen Leipzig hätte es ja fast geklappt, wenn der Schiedsrichter beim Stande von 1:1 abgepfiffen und nicht noch 25 Minuten Nachspielzeit drangehängt hätte. Da kann man schon mal noch fünf Tore kassieren. Das Torverhältnis darf am Ende also keine Rolle spielen.

Vier Siege sind aus den letzten 11 Spielen Pflicht und ob 35 Punkte dann reichen werden, ist noch längst nicht sicher. Die Zeichen stehen auf Relegation und wir wissen aus den Spielen gegen Düsseldorf von vor zehn Jahren noch genau, dass das keineswegs Herthas Stärke ist. Also am besten wäre es, heute schon mal mit dem Siegen anzufangen. Allein mir fehlt der Glaube…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.