Ruhiger Puls zum Saisonende

Nach den beiden Niederlagen gegen Hannover und in Paderborn ist für Hertha das Thema Aufstieg für diese Saison gegessen. Auch schön, denkt sich der gepeinigte Anhänger der Blauweißen, dass man das letzte Saisondrittel mit ruhigem Puls im Freundschaftsspielmodus verbringen kann. Die Gesundheit wird es einem danken. Aber so ganz klappt das denn doch nicht. Erstens will man ja auch Spiele, in denen es um nichts mehr geht, gewinnen und zweitens vergisst oder verdrängt man die Realität gerne und besonders gerne, während ein Spiel auf des Messers Schneide steht. Und, oh Wunder, was geschieht? Was in einer Saisonphase, in der es noch um was ging, nie gelungen wäre? Hertha siegt zweimal durch Tore in der Schlussminute bzw., sogar in der Nachspielzeit. Psychologie? Keine Ahnung.

Leider wird auch der Beginn einer neuen Serie nichts mehr daran ändern, dass Hertha diese Saison höchstens als Sechster abschließen wird. Denn sowie man auch nur mit einen Funken Hoffnung spürt, dass die acht Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz in neun Spielen bei optimalem Verlauf noch aufzuholen seien, würde Hertha genau diese engen Spiele nicht mehr gewinnen. Das könnte schon am kommenden Sonnabend gegen den VfL Bochum der Fall sein, denn beim dritten Sieg in Folge würde ja, bei gleichzeitigen Niederlagen einiger der fünf vor Hertha stehenden Mannschaften, das Rechnen losgehen…

Tatsache bleibt: Nach dem 11. Platz in der Fiél-Saison wird Hertha diesmal die Spielzeit wahrscheinlich auf Platz 6 beenden. Für die Verteilung der Fernsehgelder ein kleiner Bonus für die klamme Vereinskasse. Und wenn es in der Saison 2026/27 wiederum fünf Plätze nach oben ginge, hätte niemand was dagegen…

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