Arne Maier und seine Einsatzzeiten

Arne Maier, seit früher Jugend bei Hertha BSC spielend und eines der größten Talente im deutschen Fußball bittet den Verein um die vorzeitige Freigabe.

Warum?

Weil er nicht genug Einsatzzeiten bekommt.

Da fällt dem geneigten Beobachter doch die Kinnlade runter!

Arne Maier hatte in den letzten drei Spielzeiten 42 Einsätze, mit stets steigender Tendenz, in der Saison 18/19 spielte er 24 mal, davon 18 Begegnungen über die gesamte Spielzeit. Und das trotz einiger Wehwehchen und Verletzungen gegen Ende der Saison. Zu Beginn der derzeitigen Saison verletzte er sich schwer am Knie und als er gerade fit war, zog er sich in der Winterpause wieder eine Blessur zu, die zum Glück nicht allzu schwerwiegend war. Alles in allem fiel der gute Arne ein halbes Jahr verletzungsbedingt aus. Wie er unter diesen Umständen auf Einsatzzeiten kommen sollte, kann wohl nur er selber beantworten. Vielleicht beim neuen „walking-Fußball“, der aber mehr für die Generation 60+ gedacht ist. Zumindest nicht in der Bundesliga, wo manchmal so etwas wie Leistungssport betrieben wird.

Offensichtlich hat Arne Maier Angst, sich im Mittelfeld erstmal hinten anstellen zu müssen. Da gibt es Grujic, Darida, Skjelbred und neuerdings auch Ascacibar. Fünf Spieler für zwei bis drei Positionen stellen eigentlich keinen unzumutbaren Konkurrenzdruck dar, wenn man den Anspruch hat über kurz oder lang in der Nationalmannschaft zu spielen. Und auch wenn im Sommer der Franzose Lucas Tousart zum Kader stößt: Ob Grujic bleibt ist unklar, Skjelbred spielt zwar die beste Saison seines Lebens, aber er wird auch nicht jünger und ist schon über 30 und ob Duda zurückkehrt, ist überhaupt nicht sicher, außerdem ist er als Zehner eher kein Konkurrent für Maier.

Fazit: Maier wird gebraucht.

Also: Dem jungen Mann mal erklären, was das Wort „Durchsetzungsvermögen“ bedeutet und genau das machen, was Manager Preetz offenbar zeigt: „Freigabe verweigern – arbeiten gehen – ab auf den Trainingsplatz!“

Ein Gedanke zu „Arne Maier und seine Einsatzzeiten

  1. Kann ich nur unterschreiben. Wer in der Bundesliga was erreichen will, muss sich auch durchsetzen können. Und er darf nicht den Weg des geringsten Widerstands wählen, einfach den Verein wechseln. Auch wenn es ihm von seinem „Berater“ nahegelegt wird. Dem Berater geht es doch nur um seine Vermittlungsprämie.

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