Ende der Sommerpause – der Stress geht wieder los

Ante Covic beklagte sich nicht, er stellte nur fest: Ungünstig, dass von den ersten vier Spielen drei auswärts stattfinden werden. Um dann sofort hinterherzuschieben, dass es dementsprechend in der Rückrunde drei Heimspiele geben wird. Ob da der Ansetzer ein sogenanntes Näschen hatte, um Herthas Rückrundenfluch auf diese Weise vielleicht den Garaus zu machen?  Aber wer weiß: Es kann durchaus sein, dass die neue Hertha in dieser Saison, in der ja alles neu sein wird, auswärts stärker als im Olympiastadion, das seit einiger Zeit systematisch schlechtgeredet wird, ist und demnach wieder einen Nachteil im neuen Jahr haben wird. Man weiß es nicht, wie man überhaupt nichts weiß. Wir kennen die Stammformation nicht, wir kennen die Taktik nicht, wir kennen die Spielphilosophie nicht (na ja, nicht ganz, Covic sagte mal nebenbei, er wolle mit den jungen Wilden schnell spielen lassen, was immer das bedeutet. Hat schon mal ein Trainer behauptet, er wolle langsam spielen lassen?). Also müssen wir abwarten und sehen, ob Hertha im Pokal gegen Eichstätt, einen Gegner, gegen den man früher auch gerne mal gestolpert wäre, einen sauberen Sieg hinlegt, um dann in Bayern eine Woche später Fußballdeutschland im Saisoneröffnungsspiel zu verzücken…Immerhin gibt es deutschlandweit vielleicht zum ersten Mal eine ganze Menge Daumendrücker für die Alte Dame. Da heißt es, die Situation ausnutzen und Sympathiepunkte sammeln. Am Besten, indem man einen oder drei Punkte aus München mitbringt. Und wenn nicht? Das wäre der Normalfall, weshalb es ja auch nicht, wie Covic sagte, das schwerste, sondern das leichteste Saisonspiel ist. Eine Niederlage würde einem niemand übelnehmen. Nur allzu heftig sollte es nicht werden, junge Wilde hin oder her. Wenn nämlich dann im ersten Heimspiel nicht gewonnen werden sollte, ginge sofort die „Trainerdiskussion“ los. Wette gefällig?

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