Deutschland macht die Welt glücklich

Viel Schlechtes hat Deutschland über die Welt gebracht: Zwei Weltkriege, Dieter Bohlen und die Schande von Gijon. Da verblasst das wenige Gute: Ein paar Beethoven-Symphonien und die Erfindung des Fahrrades. Das ist aber auch schon wieder eine ganze Weile her. Nette Geste also unserer Nationalspieler, die Welt durch ihr frühes Ausscheiden ein bisschen glücklicher zu machen und mal nicht ins Endspiel vorzustoßen, wie einst Rommel in der Wüste. Schluss in der Vorrunde und wir durften es miterleben! Die Holländer tanzen in den Grachten, die Italiener essen eine Portion Pasta mehr (vom Rotwein wollen wir nicht reden), die Engländer glauben an den Titel, weil sie nicht im Elfmeterschießen verlieren und die Franzosen haben ihren Nationalfeiertag um drei Wochen vorverlegt. Nur die Russen sind traurig, weil die gut zahlenden Deutschen jetzt keine Privatzimmer mehr brauchen. Und Putin tröstete den eigentlich untröstlichen Schröder, der jetzt wieder parshipt, nachdem seine Neue nach dem Sieg ihrer Landsleute hektoliterweise Häme über ihm ausschüttete. Das kann sich kein Ex-Kanzler gefallen lassen.

Geht doch, denkt die Welt, so schlimm sind die Deutschen gar nicht…

P.S.: Ich würde zu gerne wissen, wem das kleine Mädchen, das am Frankfurter Flughafen auf Die Mannschaft wartete, ihr Stofftier geschenkt hat. So viel Liebe hat eigentlich niemand verdient. Aber vielleicht liegt ja in dieser rührenden Geste schon der Keim für den Deutschen Weltmeistertriumph im heißen Sand von Katar 2022!

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